Co-Design: Wenn mit dem User nach dem optimalen Algorithmus gesucht wird

Verbessern lässt sich die Effizienz von Recommender-Algorithmen, wenn Forscher, Entwickler und Endkunden eng zusammenarbeiten – das ist die These eines neuen Position Papers von Know-Center-ExpertInnen aus dem Bereich Social Computing.

Unser digitales Leben wird von Algorithmen bestimmt. Sie machen sich im gesamten Netz breit und beeinflussen dadurch immer stärker unsere Wahrnehmung der digitalen Welt. Altbekannte Beispiele Amazon und Netflix – Plattformen, die scheinbar am besten wissen, welche Bücher wir unbedingt noch lesen sollten, oder welche Serie wir gerne streamen würden.

Mit solchen Recommender-Systemen, die vergangenes User-Verhalten analysieren und mit den Ergebnissen neue Empfehlungen abgeben, beschäftigt sich das Social-Computing-Team vom Know-Center. Jetzt auch mit einem Paper unter dem Titel „Simulation-based Co-design of Algorithms“. Das Ziel: „Die Effizienz dieser Systeme soll verbessert werden“, erklärt Dominik Kowald, Senior Researcher am Know-Center. „Und zwar durch sogenannte Co-Design-Arbeitsmethoden bei denen Wissenschaftler, Entwickler und Theoretiker in enger Abstimmung mit den End-Usern zusammenarbeiten, um verschiedene Algorithmen maßgeschneidert an deren Bedürfnisse anzupassen.“ Bewährt hat sich diese Methode bereits in vielen anderen Bereichen, wie etwa im Interfacedesign, der Gestaltung von Benutzeroberflächen von Webseiten und Apps, also.

„Auf den verschiedenen Plattformen im Internet haben wir es ja mit unterschiedlichen Typen von Usern zu tun“, sagt Dominik Kowald.“ „Während sich die einen nur populäre Filme anschauen, konsumieren die anderen nur solche, die sich stark ähneln. Interessant wäre es, sich mit mehreren solchen Gruppen auszutauschen, um herauszufinden, welchen konkreten Output sie sich wünschen.“ Präsentiert wird das sogenannte Position Paper, mit dem noch nicht wissenschaftlich evaluierte Ideen vorgestellt werden, in einem Workshop am 3. September auf der European Conference on Enhanced Learning 2018, die von den Know-Center-ExpertInnen Angela Fessl, Sebsatian Dennerlein und Viktoria Pammer-Schindler mitorganisiert wird. Dort sollen die entwickelten Ideen dann gemeinsam mit den TeilnehmerInnen vertieft werden.

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