„SemI40“ stärkt Europas Wirtschaft durch die „lernende Fabrik“

37 Partner aus fünf Ländern – darunter das Know-Center - forschen unter der Leitung von Infineon Austria an der Weiterentwicklung selbststeuernder Fabriken. Gemeinsames Ziel ist der nächste Entwicklungsschritt von Industrie-4.0-Anwendungen. Mit einem Volumen von 62 Millionen Euro gehört das Forschungsprojekt zu den größten Industrie-4.0-Projekten in Europa.

Unter der Leitung von Infineon Austria startete dieses Jahr das Forschungsprojekt SemI40 („Power Semiconductor and Electronics Manufacturing 4.0“). Dabei forschen 37 Partner aus fünf Ländern an der Weiterentwicklung selbststeuernder Fabriken. Gemeinsames Ziel ist der nächste Entwicklungsschritt von Industrie-4.0-Anwendungen. Mit einem Volumen von 62 Millionen Euro gehört das Forschungsprojekt zu den größten Industrie-4.0-Projekten in Europa.

„Das europäische Projekt leistet einen wichtigen Beitrag, um Produktion und Arbeitsplätze in Europa stärken und halten zu können und damit den Wirtschafts- und Technologiestandort zu sichern“, sagte Sabine Herlitschka, Vorstandsvorsitzende von Infineon Austria. „Von der Kooperation über Ländergrenzen profitieren alle beteiligten Organisationen und schaffen damit Wettbewerbsvorteile.“ Durch ihre Vorreiterrolle bei Industrie 4.0 in Österreich bringt die Infineon Technologies AG maßgeblich Know-how in das Projekt ein. Der „Pilotraum Industrie 4.0“ in Villach bietet ideale Bedingungen, um neue Fertigungsprozesse im Echtbetrieb zu erproben.

Know-Center baut Brücke zwischen Forschung und Industrie

Roman Kern, Leiter des Knowledge Discovery Team, leitet ein technisches Arbeitspaket, im Zuge dessen das Know-Center als neutraler, wissenschaftlicher Partner seine Expertise ins Projekt einbringen und aktuelle Ansätze aus der Forschung im Bereich Machine Learning, Artificial Intelligence und Big Data Analytics zur Anwendung bringen kann. Am 07.07.2016 fand in Graz das ganztägige Kickoff-Meeting zu diesem Arbeitspaket statt. Der interaktiv gestaltete Workshop fand sehr positiven Anklang bei den Teilnehmern und das Team Ubiquitous Personal Computing vom Know-Center konnte bei dieser Gelegenheit in enger Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum Das Virtuelle Fahrzeug auch gleich den Grundstein für den Wissenstransfers zwischen den einzelnen Arbeitspaketen sowie den sehr diversen Projektpartnern und Stakeholder-Gruppen legen. Hier ein Foto vom Arbeitspaket-Kickoff-Meeting:

 

WP3-Kickoff-Workshop in Graz am 07.07.2016

Schwerpunkte sind zwei Bereiche „made in Europe“

SemI40 wird sich in den nächsten drei Jahren auf die Bereiche „intelligente Produktion“ und „cyber-physikalische Produktionssysteme“ konzentrieren. Eine zentrale Rolle nimmt dabei der sichere Datenverkehr innerhalb und außerhalb von Fabriken ein: Hier werden Prozesse entwickelt, die eine sichere Kommunikation von weltweit vernetzten Anlagen mit unterschiedlichen Merkmalen gewährleisten – zum Beispiel hinsichtlich Alter, Betriebssystem oder Schnittstellen. Indem Risiken durch Schadprogramme frühzeitig erkennbar werden, sollen mögliche Auswirkungen auf die Produktion drastisch sinken.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Entwicklung dynamischer Simulationen. Sie ermöglichen, die Fertigung exakter und effizienter zu planen sowie Qualität, Auslastung und Durchlaufzeit zu verbessern.

Entscheidungen im Produktionsablauf sind vielfach Routineentscheidungen und verlaufen nach definierten Mustern. Diese Entscheidungen sollen die Anlagen künftig zunehmend selbst treffen – automatisiert und bei konstanter Qualität. Damit soll der Mensch entlastet und frei für komplexere Aufgaben werden.

Fabriken lernen nicht nur laufend, sie müssen auch wandlungsfähig sein: Um auf Veränderungen entlang der gesamten Lieferkette schneller reagieren zu können, müssen die Produktionsprozesse flexibler auf Veränderungen reagieren. Betroffen sind etwa Konfiguration, Warenfluss oder Auftragsverhalten der Kunden. Vorteile sind Energieeinsparungen und ein insgesamt effizienterer Ressourceneinsatz.

Gesellschaftliche Auswirkungen auf die Arbeitsplätze der Zukunft

SemI40 erforscht auch die sozialen Auswirkungen auf die Arbeitsplätze der Zukunft: Durch Industrie 4.0 verändern sich Arbeitsfunktionen und Qualifikationen der Beschäftigten auf lange Sicht. Anforderungen an die Jobprofile der Zukunft müssen bereits heute berücksichtigt werden. Sie sind verstärkt mit systemorientiertem Arbeiten verbunden und erfordern Ausbildungs- und Qualifikationsmaßnahmen, die den veränderten Produktionsprozessen entsprechen. Durch diese Weiterentwicklungen trägt SemI40 dazu bei, mehr als 20.000 Arbeitsplätze in den beteiligten Betrieben zu sichern. Weltweit beschäftigen die Projektpartner rund 300.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Auftaktveranstaltung mit hochrangigen Vertretern

Der Bedeutung von SemI40 entsprechend, besuchten hochrangige Projektpartner die Auftaktveranstaltung von Infineon Austria in Villach. Das Förderumfeld und die Politik wurden repräsentiert durch Willy van Puymbroeck, Bert De Colvenaer, Michael Wiesmüller und Gaby Schaunig: Van Puymbroeck ist Bereichsleiter der Europäischen Kommission, Generaldirektion „CONNECT“, Bert De Colvenaer ist Executive Director von ECSEL Joint Undertaking, Michael Wiesmüller ist Abteilungsleiter Informations-, industrielle Technologien und Raumfahrt beim österreichischen Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT), und Gaby Schaunig ist Kärntner Landeshauptmann-Stellvertreterin.

Als Private Public Partnership erhöht SemI40 die globale Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Elektronikindustrie. Es vereint Investitionen aus Industrie, einzelnen Ländern sowie durch ECSEL (Electronic Components and Systems for European Leadership) Joint Undertaking. SemI40 wird, neben Investitionen der Industrie, co-finanziert durch Förderungen aus Österreich (BMVIT), Deutschland, Frankreich, Italien und Portugal sowie dem ECSEL Joint Undertaking.

SemI40 vereint die Stärken von 37 Partnern aus 5 Ländern

Österreich: Austrian Institute of Technology GmbH, Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft, AVL List GmbH, Fachhochschule Burgenland GmbH, Fraunhofer Austria Research GmbH, Infineon Technologies Austria AG (Projektleitung), Infineon Technologies IT-Services GmbH, KAI Kompetenzzentrum Automobil- und Industrieelektronik GmbH, Know-Center GmbH Research Center for Data-Driven Business & Big Data Analytics, Kompetenzzentrum – Das Virtuelle Fahrzeug, Forschungsgesellschaft mbH, Materials Center Leoben Forschung GmbH, Plansee SE, Technische Universität Wien, Universität Klagenfurt;

Deutschland: ELMOS Semiconductor AG, Hochschule Mittweida, Fraunhofer Gesellschaft zur Förderung der Angewandten Forschung EV, Infineon Technologies AG, Infineon Technologies Dresden GmbH, Institut für Automation und Kommunikation E.V. Magdeburg, Metralabs GmbH Neue Technologies und Systema, PLASMETREX GmbH, Roth & Rau – Ortner GmbH, Robert Bosch GmbH, Schiller Automatisierungstechnik GmbH, Semikron Elektronik GmbH & Co.KG, Systementwicklung Dipl.-Inf. Manfred Austen GmbH, Technische Universität Dresden, znt – Zentren für Neue Technologien GmbH;

Frankreich: Ion Beam Services;

Italien: L.P.E. SPA, Politecnico di Milano, Università degli Studi Pavia;

Portugal: Critical Manufacturing SA, Instituto de Telecomunicações – Pólo de Aveiro, Nanium S.A., Universidade de Aveiro.

Mehr Informationen zum Projekt finden Sie demnächst unter www.semi40.eu.

Pressespiegel
www.semi40.eu - Know-Center
https://www.iv-steiermark.at/
http://www.infineon.com/
http://evertiq.com/
http://www.criticalmanufacturing.com/
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