SAFE-DEED-Projekt: Neues EU-Projekt bringt Big-Data-Analysen und Privatsphäre unter einen Hut

Um das Wachstum der europäischen Datenwirtschaft zu sichern, ist es notwendig für Vertrauen in Big-Data-Analysen zu sorgen - vor allem in Zeiten der regelmäßigen Datenskandale. Genau das wird mit dem vom Know-Center koordinierten EU-Projekt Safe-DEED versucht.

Unfassbare 40 Zettabytes an Daten sollen 2020 durchs digitale Universum schießen – eine Zahl mit 22 Nullen und 57-mal so hoch wie die Menge aller Sandkörner dieser Welt zusammengezählt. Oder, um einen weiteren Superlativ zu bedienen: Um all diese Daten zu speichern, bräuchte man etwa 40 Billionen CDs. Tendenz steigend. Alle zwei Jahre verdoppelt sich das digitale Datenvolumen. Bei all den Vorteilen, die Big Data mit sich bringt, vielen Menschen treibt die großangelegte Datensammlerei tiefe Sorgenfalten in die Stirn. Die (sich häufenden) Facebook-Datenskandale sind nur das prominenteste Beispiel dafür, wie Namen, Adressen und andere digitale Auskünfte für monetäre Zwecke missbraucht werden können.

Weil diese „dunkle Macht von Big Data“, wie der Spiegel unlängst titelte, eben kein Hirngespinst, sondern völlig real ist, müssen Themen wie Sicherheit und Vertrauen in Big-Data-Analysen höchste Priorität genießen. Nur so kann das Wachstum der europäischen Datenwirtschaft sichergestellt werden. Diesen Ansatz der ökonomischen Entwicklung mit sicheren Daten verfolgt auch das Pionierprojekt Safe-DEED (kurz für Safe Data Enabled Economic Development). Wichtigstes Anliegen: Das Sammeln und Auswerten von Big Data soll mit dem Datenschutz zusammengebracht werden. Durch die Anonymisierung von Daten. Koordiniert wird das Projekt vom Know-Center (Leitung des Konsortiums), geforscht wird drei Jahre lang gemeinsam mit den Research Studios Austria, Fundacio Eurecat, Technische Universiteit Delft und Katholieke Universiteit Leuven. Und finanziert wird es aus den Fördermitteln des ‚Horizon 2020‘-Forschungsrahmenprogramms der EU.      

Alessandro Chiancone vom Know-Center über das Projekt: „Durch Anwendungsszenarien, die durch den Bedarf der Industrie definiert werden, möchten wir untersuchen, wie modernste Techniken zum Schutz der Privatsphäre angewendet werden könnten. Dabei spielt die Multi-Party-Computation eine wichtige Rolle. Technologien aus diesem Bereich werden verwendet, wenn verschiedene Akteure – Unternehmen zum Beispiel –  zusammenarbeiten wollen, ohne ihre Daten direkt  zu teilen.“ Ein Beispiel: Wenn zwei Pharmaunternehmen über spezifische Moleküle und toxikologische Testergebnisse verfügen, könnten Sie mit der Technologie ihr Wissen kombinieren, ohne konkrete Informationen über die Moleküle selbst teilen zu müssen.

Die Wissenschaftler des Know-Centers werden sich auf das Erforschen und Designen von kryptografischen Protokollen konzentrieren. Stefanie Lindstaedt, Leiterin des Know-Centers,  über das Projekt: „Es freut mich sehr, dass wir bei einem so zukunftsweisenden Projekt wie Safe-DEED die Leitung des Konsortiums übernehmen durften. Ich bin davon überzeugt, dass wir mit unserer Expertise und unserer jahrelangen Erfahrung in den Bereichen Big Data und Data-driven Business entscheidende Impulse setzen werden.“

 

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