MEI-Konferenz: Digitale Assistenten helfen ÄrztInnen bei der Recherche

Um up to date zu bleiben, müssen MedizinerInnen Fachpublikationen studieren. Wie man die Recherche danach digital erleichtern könnte, wird auf der "MEI"-Konferenz in Leeds diskutiert. Mit den Know-Center-ExpertInnen Melanie Mayr und Sebastian Dennerlein.

Die Möglichkeiten der modernen Medizin sind gigantisch. Und sie wachsen rasant weiter. Erkrankungen wie Hepatitis C, früher therapeutisches Schreckgespenst, werden zu Behandlungstrivialitäten. Bionische Prothesen werden durch reine Gedankenkraft gesteuert, Roboter-Chirurgen dienen als hochpräzise Operationsassistenten.

Die Ursache und gleichzeitige Folge: Jeden einzelnen Tag werden weltweit Hunderte, wenn nicht sogar Tausende medizinische Fachartikel gedruckt oder digital veröffentlicht – mit neuen Erkenntnissen über Ursachen, Behandlung und Heilung von Krankheiten. Ganz schön viel Lesestoff für praktizierende Ärzte und Medizinwissenschaftlerinnen, um in ihrem Bereich up to date zu bleiben. Und das müssen sie.

EKG, Blutabnahme & Co. - in der Medizin wird eine Menge an time series data aufgenommen.

Doch zumindest die zeitaufwendige Recherche nach Publikationen lässt sich erheblich vereinfachen. Wie genau, wird in einem Workshop mit dem etwas längeren Titel „Re-thinking literature search in the information rich health care system: Exploring and designing appropriate practices for healthcare professionals“ besprochen, der auf der MEI 2018 Conference (6. bis 7. September, Leeds)  abgehalten wird – und zwar von den Know-Center-ExpertInnen Melanie Mayr und Sebastian Dennerlein.

 

Med360 – der digitale Assistent für MedizinerInnen

Eine innovative Möglichkeit, die Recherche zu erleichtern, sind etwa digitale Assistenten wie das vom Know-Center entwickelte Tool „med360“. Wie es funktioniert? Das Programm sammelt und bündelt Publikationen  – und zwar maßgeschneidert, auf die jeweiligen Interessensgebiete der User angepasst. „Med360 liefert wichtige Artikel in den elektronischen Briefkasten und hilft, eine personalisierte digitale Bibliothek anzulegen“, erklärt Melanie Mayr.

Der digitale „Bibliothekar“ funktioniert außerdem als Kommunikationstool, mit dem man eigene Publikationen via social networks wie Facebook und Twitter mit seinen KollegInnen teilen, aber auch per Mail weiterempfehlen kann. Stichwort: Wissenstransfer. Mayr über die Ziele des Workshops: „Wir möchten in erster Linie herauszufinden, wie die WissenschaftlerInnen künftig für ihren Beruf recherchieren wollen. Aber auch ergründen, welche Tools sie jetzt schon verwenden und welche Features ihnen dabei noch abgehen.“

Der Workshop wird in der Form eines Barcamps abgehalten werden – ein „offenes Event“, dessen Ablauf und Themen von den TeilnehmerInnen selbst bestimmt werden – zu einem großen Teil zumindest. „Der Grund dafür ist“, sagt Mayr, „dass wir die praktizierenden ÄrztInnen dazu ermuntern wollen, ihre persönlichen Erfahrungen zu teilen, um in der Runde auch über wichtige Themen, Recherche-Methoden und verwendete Tools zu diskutieren. Letzten Endes soll es natürlich auch darum gehen, gemeinsam neue Lösungen zu finden.“

 

Ärzte und Wissenschaftlerinnen greifen immer öfter auf digitale Hilfsmittel zurück.

Das vom Know-Center entwickelte Tool "med360" erleichtert MedizinwissenschaftlerInnen die Recherche nach Fachpublikationen.

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