Konferenz in Dresden: Die (Liebes-)beziehung von Mensch und Maschine

Mit etwa 700 TeilnehmerInnen ist die Fachtagung „Mensch und Computer“ die größte ihrer Art in Europa. In Dresden beteiligte sich heuer Know-Center-Experte Heimo Gursch am Workshop „Smart Factories“ zum Thema Zusammenarbeit in smarten Fabriken.

Smart Cities, clevere Energie oder intelligente Fabriken. Das Leben wird smarter, die Interaktion von Menschen mit Informationstechnologien durchdringt inzwischen fast alle Lebensbereiche. Und macht damit nahezu jeden Menschen zum täglichen Computer-Nutzer, zum Heavy User.

Das Thema „Mensch-Computer-Interaktion“ stand auch auf der von der TU Dresden ausgerichteten Fachtagung „Mensch und Computer 2018“ auf der Agenda. Thematische Schwerpunkte waren Mensch-Roboter-Interaktionen und Erkenntnisse aus digitalisierten Arbeitsprozessen. Aber auch das Umsetzen virtueller Realitäten sowie ethische und soziale Aspekte der Technikentwicklung und Robotik.

Unterrichtende Roboter? Freilich noch Zukunftsmusik. Doch die Interaktion zwischen Mensch und Maschine wird immer enger.

Heimo Gursch, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Know-Centers in der Area Knowledge Discovery, beschäftigte sich in einem Workshop mit mitarbeiterzentrierten Informationssystemen, mit denen sich die Zusammenarbeit in Unternehmen schon bald deutlich optimieren lassen könnte.

Denn in Firmen mit komplexen Produkten und Dienstleistungen wachsen die Anforderungen an Kommunikation, Koordination und Kooperation. Gursch erklärt es an einem Beispiel: Die Elektronik in Fahrzeugen ist mittlerweile stark vernetzt. Wenn eine einzelne Komponente ausfällt, kann sich das auf das gesamte System auswirken“, sagt er. „Um dies zu verhindern, müssen ExpertInnen auch in der Produktion immer enger zusammenarbeiten.“ Ganz konkret ging es im Workshop darum, Personas in produzierenden Unternehmen-Produzenten zu definieren, wie etwa Qualitätsmanagerinnen und Maschinenbediener. Welche Auswirkungen haben diese komplexen Abläufe auf die Mitarbeiter des Unternehmens? Was wird besser, was hingegen schlechter? Oder: Welche Ängste löst die zunehmende Digitalisierung aus? Fragen wie diese wurden im Workshop gemeinsam erörtert.

 

In den Workshop flossen wichtige Erkenntnisse aus dem kooperativen Forschungsprojekt FlexIFF ein, am dem das Know-Center beteiligt ist. Das Ziel: Die Wettbewerbsfähigkeit von österreichischen Unternehmen soll durch das Optimieren der Intralogistik erhöht werden. Dabei werden von Mitarbeiten, Robotern und Informationssystem neue cyber-physischen System gebildet, welche erst durch neue, fortschrittlichen Mensch-Maschine-Schnittstellen möglich gemacht werden. Teams aus Menschen und Maschinen können so enger zusammenarbeiten und die Aufgaben besser verteilen. Dadurch soll die Mitarbeiterzufriedenheit und auch die Effizienz im Unternehmen weiter gesteigert werden.

Und der konkrete Mehrwert des Workshops? „Für Unternehmen ist ja die Zufriedenheit und Motivation der Mitarbeiter ein zentrales Thema“, sagt Gursch. „Eine Diskussion über verschiedene Personas kann sehr fruchtbar sein – wenn man die Brille von anderen Mitarbeitern aufsetzt, fällt es leichter, diese zu verstehen.“ Die gesammelten Ergebnisse alle Workshops auf der „Mensch und Computer“ wurden in einem Berichtsband veröffentlich; der Beitrag des Know-Centers ist auch einzeln einsehbar.

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