Digitalisierung: Im Job muss immer schneller gelernt werden

Die Digitalisierung lässt das Tempo in der Arbeitswelt ansteigen. Auch Mitarbeiter müssen Neues immer schneller lernen, zeigt eine Studie des Grazer Know-Centers.

Learning 4.0 – Weiterbildung in Zeiten zunehmender Digitalisierung der Arbeitswelt – ist ein wichtiges Thema in der Wirtschaftswelt. Wie es sich in Unternehmen umsetzen lässt, ist noch nicht ganz klar – das zeigt auch eine Studie des Know-Centers, einem in Graz beheimateten Kompetenzzentrum für Big-Data-Forschung.

Für die Learning-4.0-Studie wurden von Projektleiter Stefan Thalmann und seinem Team 24 repräsentative Industriebetriebe befragt. Fazit: Die Problematik ist allen Unternehmen bewusst, konkrete Lösungen fehlen aber. Die Studie belegt, dass nicht nur in klassischen EDV-Jobs, sondern vielmehr in allen Berufen IT-Kompetenzen immer stärker gefragt sind. Die Herausforderung besteht darin, die Mitarbeiter bei den immer schnelleren Entwicklungen „mitzunehmen“. Wissensbedürfnisse entstehen am Arbeitsplatz heute viel kurzfristiger, weshalb es auch schnell verfügbare (Weiter-)Bildungsmöglichkeiten braucht. Werden Mitarbeitern keine passenden Möglichkeiten zum „schnellen Lernen“ geboten, suchen sie oft selbst im Internet nach Lösungen – mit oft fragwürdigen, mitunter sogar schädlichen Ergebnissen.

Schneller und digitaler

Die Studie wurde jüngst beim ersten „Data-Driven-Future-Forum“ in Graz vorgestellt, an dem auch zahlreiche Vertreter nahmhafter Unternehmen teilnahmen. Sie konnten die Ergebnisse der Studie nur unterschreiben: „Lernen wird gezielter, schneller und digitaler werden und ist ein ständiger Begleiter durch das Leben. Wissen wird vermehrt online generiert, gezielt nach Bedarf und Interesse. Für uns bedeutet das, Wege zu finden, um Mitarbeiter zu unterstützen, diese neue Art des Lernens für sich anzuwenden“, sagt etwa Borina Jelisavac, Personalverantwortliche beim Energietechnik-Unternehmen GE Jenbacher. Wichtig sei, „dass man die Menschen in den Unternehmen mitnimmt. Auf allen Ebenen“, erklärt Katharina Kern von der steirischen Wirtschaftsförderung SFG. „Da gilt es, noch ein bisschen mehr Bewusstsein zu schaffen. Und kreative Lösungen für die Umsetzung sind natürlich auch noch gefragt. 

Neue Regeln

„Es geht darum, das Arbeiten stärker mit dem Lernen zu verbinden, um so die Mitarbeiter bestmöglich zu unterstützen“, spricht Know-Center-Geschäftsführerin Stefanie Lindstaedt einen zentralen Punkt an. Für die Studienautoren ist außerdem klar: Berufliche (Weiter-)Bildung muss noch individueller auf die Bedürfnisse einzelner Mitarbeiter abgestimmt werden. Und: Die Arbeitswelt braucht neue (Schutz-)Regeln, denn die neuen technischen Möglichkeiten, die explosionsartig wachsende Informationsmenge und auch der damit steigende Lerndruck sind ein Nährboden für Stress und Überlastung.

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